13.01.2017
Das Ziel: Ein Lärmschutz soll her

So viel Lärm hat die Landtagsfraktion der Freien Wähler wohl selten erlebt. “Das ist ja einschüchternd”, sagte Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, am Donnerstagvormittag bei einem Vororttermin im Rahmen der Klausurtagung im Chamer Stadtteil Gutmaning, als im Hintergrund die Lastwagen vorbeidonnerten. Neben ihm standen die Bewohner der an die B 20 angrenzenden Häuser. “Das ist katastrophal”, schimpfte Jakob Hartmann. Seit über 20 Jahren kämpfen er und seine Nachbarn für eine Lärmschutzwand. Die Situation sei unerträglich.

So viel Lärm hat die Landtagsfraktion der Freien Wähler wohl selten erlebt. “Das ist ja einschüchternd”, sagte Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, am Donnerstagvormittag bei einem Vororttermin im Rahmen der Klausurtagung im Chamer Stadtteil Gutmaning, als im Hintergrund die Lastwagen vorbeidonnerten. Neben ihm standen die Bewohner der an die B 20 angrenzenden Häuser. “Das ist katastrophal”, schimpfte Jakob Hartmann. Seit über 20 Jahren kämpfen er und seine Nachbarn für eine Lärmschutzwand. Die Situation sei unerträglich.

Jetzt schöpfen die Gutmaninger, die sich bereits zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben, Hoffnung. Weil die Bundesstraße zwischen den Anschlussstellen Cham-Süd und Cham-Mitte vierstreifig ausgebaut werden soll, sind auch Planungen für den geforderten Lärmschutz fortgeschritten. Kommt der nicht, dann will Ja

kob Hartmann “die Straße wegreißen”. Er zählt auch auf die Hilfe der Freien Wähler, die im Landtag einen entsprechenden Antrag eingereicht haben. “Die kennen sich mit den Paragrafen besser aus und sollen dem Volk helfen”, forderte Jakob Hartmann bei der Ortsbesichtigung am Donnerstagvormittag. Fraktionschef Aiwanger hat das gehört: “Da muss massiv etwas passieren.”

Kommt ein Provisorium?

Laut dem Staatlichen Bauamt Regensburg sei der frühstmögliche Termin für den Ausbau der Bundesstraße 20 das Jahr 2020. So lange wollen die Freien Wähler die Gutmaninger nicht warten lassen. “Bei einer Krötenwanderung wäre schneller ein Tunnel gebaut”, ärgerte sich Hubert Aiwanger. Er forderte daher Lärmschutzfenster und einen provisorischen Lärmschutzwall für die Gutmaninger. Aiwanger könnte sich auch vorstellen, dass dieser Wall die Anwohner bei den Bauarbeiten auf der B 20 vor Staub schützen würde. Alles eine Vision? “Es ist nicht ausgeschlossen, dass man im Vorfeld tätig wird”, sagte Alexander Bonfig, Bereichsleiter für Straßenbau am Staatlichen Bauamt Regensburg auf Anfrage unseres Medienhauses. “Wenn man Grund auf freiwilliger Basis erwerben kann, wäre das eine Möglichkeit”, ergänzte der Baudirektor.

Für die Umsetzung hätte Bonfig auch schon eine Idee. Mit dem überschüssigen Erdreich, das beim weiteren Ausbau der Bundesstraße 85 zwischen Piendling und Altenkreith anfällt, könnten die Straßenbauer einen Lärmschutzwall aufschütten. Je nach Höhe des Walls werde dann entschieden, ob die Häuser noch zusätzlich Lärmschutzfenster bekommen.

Das Staatliche Bauamt führt aktuell technische Planungen für den geplanten Ausbau der B 20 aus. Danach folgt das Planfeststellungsverfahren. Im Jahr 2020 sollen dann frühestens die Bagger rollen. Gute Nachrichten hatte Alexander Bonfig für die Gutmaninger. Die Bürgerinitiative um ihre Sprecherin Maria Lummer hatte bei einer Infoveranstaltung im Dezember die Länge des geplanten Lärmschutzes südlich der Bundesstraße kritisiert. Die Anwohner forderten, dass die Lärmschutzwand bis zur Haidbachbrücke gebaut wird. “Da bin ich optimistisch”, sagte Bonfig.

Mehr Schutz für Wohngebiete

Der Grund: In diesem Bereich gibt es keinen Bebauungsplan. Da es sich aber in Gutmaning vor allem um Wohnhäuser handelt, wäre eine Einstufung als Wohngebiet denkbar. Das erlaubt empfindlichere Emissionsschutzwerte und wird jetzt überprüft. Bei Erfolg wird der Lärmschutz verlängert. Wenn nicht, kann Bonfig keine Ausnahme machen. “Wir können nicht willkürlich mehr Lärmschutz machen.”

Hubert Aiwanger hofft, dass den Gutmaningern schnell geholfen wird. “Bei so einer mickrigen Maßnahme eines Lärmschutzes darf man nicht sparen.” Und weiter: “Das ist ein bayernweites Problem. Die drücken sich um den Lärmschutz herum.”

Quelle: Bayerwald Echo