18.09.2013
Geschafft: Vetter ist wieder im Landtag

Lange musste Dr. Karl Vetter um seinen Wiedereinzug in den bayerischen Landtag bangen. Seit Dienstagmorgen ist es jetzt fix: Der Chamer sitzt auch in den nächsten fünf Jahren im Maximilianeum. Vetter ist die Freude anzumerken, auch wenn er eher tiefstapelt: „Passt scho ...!“ Mit seinem hohen Erststimmenanteil hat Vetter erneut die Granden seiner Wählergruppe – darunter sogar Hubert Aiwanger – weit hinter sich gelassen. Genau 19 113 Wähler haben für ihn votiert. Damit hat der 60-Jährige sogar sein gutes Ergebnis aus dem Jahr 2008 getoppt: Damals konnte er „nur“ 15 615 Gesamtstimmen auf sich vereinen.

Lange musste Dr. Karl Vetter um seinen Wiedereinzug in den bayerischen Landtag bangen. Seit Dienstagmorgen ist es jetzt fix: Der Chamer sitzt auch in den nächsten fünf Jahren im Maximilianeum. Vetter ist die Freude anzumerken, auch wenn er eher tiefstapelt: „Passt scho ...!“ Mit seinem hohen Erststimmenanteil hat Vetter erneut die Granden seiner Wählergruppe – darunter sogar Hubert Aiwanger – weit hinter sich gelassen. Genau 19 113 Wähler haben für ihn votiert. Damit hat der 60-Jährige sogar sein gutes Ergebnis aus dem Jahr 2008 getoppt: Damals konnte er „nur“ 15 615 Gesamtstimmen auf sich vereinen.

Mehr Zweitstimmen als noch vor fünf Jahren

Dass der Chamer Orthopäde sein Mandat behalten darf, war schon am Wahlabend absehbar. Mit knapp 25 Prozent der Erststimmen im Landkreis Cham lag er gut im Rennen. Das Direktmandat musste er zwar der CSU überlassen, doch schon vor fünf Jahren war Vetter über die Liste der Sprung in den Landtag geglückt. Jetzt wieder! Rückenwind bescherte ihm die hohe Zahl der Erststimmen. 15 621 Wähler machten hinter seinem Namen ein Kreuzchen. In der ganzen Oberpfalz hat kein Freier Wähler mehr Stimmen bekommen als Vetter. Selbst in Bayern gibt es nur einen einzigen Kandidaten, der ein paar Punkte mehr sammeln konnte. Mit seinem zweiten Platz im Ranking der „Stimmenkönige“ kann er gut leben. „Den Kollegen in Forchheim hab’ ich aber schon angerufen“, bekennt Vetter lachend.

Einen zusätzlichen Schub bekam Vetter durch knapp 3 492 Zweitstimmen. Mehr als noch vor fünf Jahren. Da waren es lediglich 1 185 Stimmen, die ihm über die Liste zugefallen sind. Dass es in diesem Jahr so viele mehr waren, liegt zum einen an seinem höheren Bekanntheitsgrad und zum anderen am besseren Listenplatz. Vetter war von Platz vier auf zwei nach vorne gerutscht. Im Stimmkreis Regensburg stand er sogar auf dem ersten Rang, da hier die Listenführerin Tanja Schweiger als Direktkandidatin antrat. Damit konnte er sich alleine in Regensburg über 1 700 Zweitstimmen freuen.

Vetters Wahlanalyse fällt entsprechend positiv aus: „Ich bin ganz zufrieden.“ Den großen Zuspruch wertet er als Vertrauensbeweis der Wähler im Landkreis Cham. „Das ist für mich natürlich jetzt eine große Verpflichtung und gleichzeitig ein Arbeitsauftrag“, schlussfolgert der Abgeordnete. Er möchte daher in den nächsten Jahren seine Prioritäten anders gewichten: Weniger in Bayern Präsenz zeigen und dafür noch mehr im Landkreis ansprechbar sein. Er liebäugelt daher er sogar damit, seine anderweitigen Aufgaben in der Fraktion zurückzuschrauben. Ob er nochmals als gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion fungieren oder weiterhin in diversen Ausschüssen Platz nehmen wird, hält sich der Chamer offen. „Das müssen wir in der Fraktion erst einmal besprechen“, bleibt er vage.

Die für Dienstag anberaumte Fraktionssitzung ist kurzfristig verschoben worden. Bei zu vielen Kandidaten war es selbst am Tag zwei nach der Wahl noch völlig offen, ob sie im Landtag Platz nehmen dürfen. Jetzt werden sich die Freien erstmals am Donnerstag zusammensetzen.

Er will „Druck aufbauen und hineinstriegeln“

Mit seinem Mitstreiter von der CSU, Dr. Gerhard Hopp, hat Vetter bereits telefoniert. „Es ist gut, dass der Landkreis wieder mit zwei Abgeordneten präsent ist“, betont der Freie Wähler. Angesichts der absoluten Mehrheit für die CSU schwant dem Chamer aber nichts Gutes: „Sie werden unsere Ideen und Anträge vermutlich noch schneller fallen lassen als bisher.“

Da bleiben nur die bewährten Rezepte der vergangenen Jahre. Und die heißen für Vetter: „Unangenehm sein, Druck aufbauen und hineinstriegeln. Das ist das politische Spiel.“

Quelle: Chamer Zeitung