04.08.2017
MdL Vetter reagiert auf “Frage der Woche” zur Volksfestbierprobe

Dr. Karl Vetter aus Cham, Gesundheitspolitischer Sprecher der Freien Wähler im Landtag, hat in einer Stellungnahme auf unsere “Frage der Woche” reagiert. In unserer Rubrik auf www.mittelbayerische.de hatten wir nach entsprechenden Äußerungen von Altbürgermeister Leo Hackenspiel bei der Chamer Volksfestbierprobe von unseren Lesern wissen wollen, ob Politiker bei einem Anlass wie diesem Alkohol trinken oder abstinent bleiben sollten. In unseren Artikeln hatte es dabei geheißen: “MdL Dr. Karl Vetter trinkt bei Bierproben Wasser, um einen klaren Kopf zu behalten”.

Darauf entgegnete der Landtagsabgeordnete am Mittwoch: “Dies habe ich nie gesagt. Dies wäre so, wie wenn ich zu einer Weinprobe gehen und dort keinen Wein probieren oder bei einer Autoprobefahrt das Auto nicht starten würde - einfach Blödsinn.”

Was er allerdings gesagt habe, sei, zusammengefasst, dass Alkohol eine Droge sei, die Familien vernichten könne und volkswirtschaftlich Schäden von rund 60 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland hervorrufe. Vetter: “Und jeder verantwortungsvolle Mensch (auch Politiker) kann entscheiden, ob er für Alkohol öffentlichkeitswirksam und bewusst in Kameras prostet oder nicht.” Er persönlich versuche das jedenfalls zu vermeiden.

Mittlerweile habe sich auch der Chef des Bayerischen Brauerbundes bei ihm gemeldet. Dieser schreibe: “Wenn Bürgermeister, Abgeordnete oder Landräte zur Eröffnung von Volksfesten oder aus ähnlichem Anlass ein Fass anzapfen, wird man das in der Regel wohl weniger als ,Werbung für die Droge Alkohol' ansehen müssen, sondern getrost als Werbung in eigener Sache bezeichnen dürfen.”

Quelle: Bayerwald Echo