14.02.2017
Vogelgrippe: FREIE WÄHLER wollen Verordnung an neue Risikobewertung anpassen

Vetter: Behörden müssen Stallpflicht risikoorientiert-regional anordnen dürfen Die landesweite Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel muss auch in Bayern gelockert wer-den dürfen. Das fordert die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion um den Abgeordneten Dr. Karl Vetter in einem Dringlichkeitsantrag an die Staatsregierung. Denn im Nachbarland Baden-Württemberg wird die Stallpflicht bereits seit 2. Februar nicht mehr landesweit, sondern nur noch in Gebieten mit erhöhtem Vogelgripperisiko für zunächst sechs Wochen regional an-geordnet. Das Land hatte aufgrund einer neuen Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts so entschieden. Die FREIEN WÄHLER wollen diesem Vorbild folgen und auch in Bayern die Maßnahmen zur Bekämpfung der Vogelgrippe entsprechend anpassen. So soll erreicht werden, dass künftig eine risikoorientierte regionale Stallpflicht angeordnet werden kann. Dazu Vetter: „Auch unsere Behörden sollten regional angepasst handeln können. Wenn kein besonderes Risiko besteht, sollen schon mit Blick auf das Tierwohl mehr Ausnahmen von der Stallpflicht möglich sein.“

Vetter: Behörden müssen Stallpflicht risikoorientiert-regional anordnen dürfen

Die landesweite Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel muss auch in Bayern gelockert werden dürfen. Das fordert die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion um den Abgeordneten Dr. Karl Vetter in einem Dringlichkeitsantrag an die Staatsregierung. Denn im Nachbarland Baden-Württemberg wird die Stallpflicht bereits seit 2. Februar nicht mehr landesweit, sondern nur noch in Gebieten mit erhöhtem Vogelgripperisiko für zunächst sechs Wochen regional angeordnet. Das Land hatte aufgrund einer neuen Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts so entschieden. Die FREIEN WÄHLER wollen diesem Vorbild folgen und auch in Bayern die Maßnahmen zur Bekämpfung der Vogelgrippe entsprechend anpassen. So soll erreicht werden, dass künftig eine risikoorientierte regionale Stallpflicht angeordnet werden kann. Dazu Vetter: „Auch unsere Behörden sollten regional angepasst handeln können. Wenn kein besonderes Risiko besteht, sollen schon mit Blick auf das Tierwohl mehr Ausnahmen von der Stallpflicht möglich sein.“

Eine Anpassung an die Regelungen Baden-Württembergs würde gerade für Rasse- und Ziergeflügelzüchter eine Erleichterung darstellen, da bei deren Tieren im Gegensatz zu den Wirtschaftsrassen nur eine freie, extensive Haltung möglich sei, ergänzt der Abgeordnete. Deren Tiere suchten im Normalfall die Ställe nur zum Übernachten auf. Eine Aufstallung über Wochen oder gar Monate könne bei Rassegeflügel zu massivem Fehlverhalten sowie Vitalitätsverlust und Krankheitsanfälligkeit führen. „Für Landwirtschaftsbetriebe würde eine Anpassung der Regelung zudem den Vorteil bringen, dass Eier von Hühnern sowie Geflügel, bei denen die Stallhaltung angeordnet wurde, auch weiterhin als Freilandeier und Freilandgeflügel vermarktet werden können“, erklärt Vetter weiter. In Bayern ende die Frist, in der Eier und Geflügel aus Freilandhaltung trotz Aufstallungspflicht weiter als solche verkauft werden dürften am 13. Februar 2017. „Danach können diese Produkte nur noch als Eier und Geflügel aus Bodenhaltung vermarktet werden, was für die Erzeugerbetriebe zu großen finanziellen Einbußen führt.“ Pro Ei, das nicht als Freilandei, sondern als Ei aus Bodenhaltung verkauft wird, entsteht ein Verlust von drei bis fünf Cent. Dieser trägt zusätzlich zur ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage der Landwirte bei. Hierfür seien deshalb von der Staatsregierung Entschädigungsmöglichkeiten aufzuzeigen, so Vetter.

Weiter fordern die FREIEN WÄHLER, dass auch die Geflügelpestverordnung den neuen Erkenntnissen angepasst wird. Vetter: "Die bisherige Regelung führt dazu, dass gerade Klein- und Kleinsterzeuger ihre Konsumeier in den betroffenen Regionen nicht mehr verkaufen dürfen. Denn sie haben keine Möglichkeit, diese in einer Packstelle verpacken zu lassen.“ Da aber nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der auftretende H5N8-Virus den Menschen nicht befallen kann, gehe von den Eiern auch keine Gefahr aus. „Die Vermarktung und der Verzehr von Eiern muss daher auch von Betrieben, die in Sperrbezirken liegen, möglich sein“.